Guten Morgen liebe Hundefreunde,
wieder einmal ist einr dieser Momente da - du ahnst nichts schlimmes, wuselst so herum und dann BAM... ist sie wieder da. Meine kleine Zaubermaus.
Vor 10 Wochen hat sie mich verlassen, sie ist noch so nah und doch so weit weg. Es ist, als stünde sie noch neben mir, aber die Erinnerung daran wie es sich anfühlte sie zu streicheln, verblasst. Nicht die Erinnerung an sie selbst, natürlich nicht, wie könnte die jemals verblassen?
Am 25.10. wäre sie ein Jahr bei mir gewesen. Manchmal geht das Schicksal hässliche Wege, dass es uns nur so wenig Zeit gegönnt hat. Und ein Jahr ist so verdammt kurz.
Und dann erinnere ich mich an ihren verschmitzen Blick, wenn sie wieder was im Schilde führte, meine kleine, klapprige Oma, die immer aussah, als könnte sie kein Wässerchen trüben.
Dann erinnere ich mich, wenn sie "lustig" war. Natürlich war das nicht so dynamisch wie bei Nelly oder Hummel, Anna war auf ihre eigene Weise lustig.
So grenzte es schon fast an ein sportliches Wunder, wenn sich Anna rücklinks durch ihr Körbchen schob und dabei vor Freude jauchzte. Diese Momente der Unbeschwertheit liessen mir das Herz leicht werden. Denn ich wusste, dass sie in diesen 5 Minuten keine Schmerzen hatte, keine Luftnot, kein nichts.
Und dann denke ich an ihren letzten Tag, den sie selbstbestimmt gestaltete, nicht so wie ich es mir vorgenommen hatte, aber das ist okay. Es war IHR Tag und sie wusste das.
Sie suchte sich oft ganz komische Stellen zum Liegen aus. Und auch an ihrem letzten Tag war die untere Etage des Servierwagens meiner Mutter der Ort ihrer Wahl. Dort lag eine decke, eigentlich nicht für Anna, aber sie fand, dass das alles für sie hergerichtet wurde. Wie sie da rein kletterte habe ich nie gesehen und wundern tut es mich noch heute, weil sie kaum Treppen steigen konnte. Hihi.
Und wie sie mit ihrer unerschütterlichen Gelassenheit und Pragmatik einfach nicht um Nelly herum gegangen ist, sondern unter ihr drunter durch gelatscht kam, wenn Nelly einfach mal wieder im Weg stand. Und wie doof Nelly guckte, als sie das das erste Mal tat, war einfach zum schreien komisch.
Der Schmerz weicht nicht, aber ich kann mich langsam wieder an den schönen Erinnerungen mit meiner Zaubermaus freuen.
Aber mit den schönen kommen gleich wieder die schlimmen Momente hoch. Der Schock beim Röntgenbild, die Tage des Abschieds, das Treffen der Entscheidung und der Moment, als ihr Herz für immer stehen blieb. Die Tage danach und so weiter.
Anna war so besonders, so speziell auf ihre Art. Kein Hund gleicht dem anderen, das ist richtig, aber Anna war einfach wahnsinnig toll. Ein echter Verlass-Hund in jeder Situation.
Man darf ohne Zweifel sagen, dass sie ein Seelenhund ist. Und ich habe anfangs so gezweifelt, dass ich sie jemals so lieben könnte wie Nelly. Doch, das konnte ich - kann ich.
Und deshalb werde ich bald ein 8. Tattoo tragen. Und das, obwohl ich mir immer geschworen habe, es würden nur 7 werden, das war immer mein Ziel, 7 Tattoos.
Aber ich werde Anna auch sichtbar immer bei mir tragen, bald. Ihr Name wird auf meinem rechten Handgelenk stehen. Als ewige Erinnerung an meine Zaubermaus.
Alles Liebe
Mona mit Nelly & Hummel im Arm und Anna im Herzen
Samstag, 19. September 2015
Samstag, 12. September 2015
Vom Plüschtier zum Raubtier - Hummel macht Karriere
Hallöchen, da bin ich schon wieder.
Ja, momentan fallen mir viele Themen für den Blog ein, stimmt. :D
Heute will ich euch mal von Hummel´s Karriere erzählen.
Von Anfang an stand sie tierisch auf Fleisch - wen wundert es? ;) Und sie hat es auch super vertragen. Also mit der angekündigten Mäkeligkeit habe ich bislang keine Bekanntschaft gemacht. Auch wenn ich mal vergesse aufzutauen und es dann Dose oder für Hummel Trockenfutter gibt - keine Herausforderung.
Aber die Kausachen... ohje die Kausachen. Alles, was ihr zu gross erschien, wurde liegen gelassen.
"Nee, vorkauen bitteschön, ich war schliesslich Prinzessin, das lege ich ja nicht von jetzt auf gleich ab."
Anna konnte fast nur die Zahnputz-Sticks vom Hersteller mit gelber Verpackung beissen. Da kein Zucker drin war (ja, ich weiss, aber ansonsten viel Schrott), bekam sie sie. Und natürlich... was macht das fleissige Frauchen? Gleich nen 10er-Pack, in einem Paket sind bummelig zwischen 5 und 7 Stück drin, keine Ahnung. Ergo ich habe davon noch reichlich, weil sie das ja nicht ständig bekommen hat.
Sogar die Dinger waren Hummel anfangs zu gross und ich musste sie in 3 Ministücke brechen.......
Mittlerweile frisst sie ganze Fische (fand sie anfangs auch nicht so gut), für meine Zauberleckerlies würde sie töten, ganze Kaustangen, Dörrfleisch, Pansenbrot.... mittlerweile nimmt die fast alles.
Es klingt immer sehr abwertend, wenn ich schreibe, dass sie Prinzessin war früher. Das ist nicht wertend gemeint, aber bei mir gibt es so einen Status einfach nicht. Bei mir gibt es Status Hund.
Ein Hund hat hier sein Gebiss zu nutzen, selbst mit seinen 4 gesunden Beinen zu laufen, nicht auf dem Schoß zu sitzen, freches forderndes Verhalten zu unterlassen (daran arbeiten wir noch ;) ).
Ich finde diese Grundregeln nicht zu viel verlangt, aber an Hummel merkt man einfach, dass sie anderes gewohnt ist, während Nelly ganz entspannt ihr Ding durchzieht. Das lernt Hummelchen aber auch noch.
Denn auf Zack ist die kleine wirklich. Man merkt, dass sich mit ihr beschäftigt wurde, auf welche Weise habe ich noch nicht herausgefunden. Denn sie kennt kaum Problemlösungsstrategien, sondern bleibt dann sitzen und wartet unsicher ab was passiert. Während Nelly sofort loslegt und sich ausprobiert wie sie an den Keks kommt, geht Hummel da (noch) kaum dran. Also muss ich ihr zeigen, dass hier auch mal der Grips gefragt ist.
Ein Beispiel: Ich hatte Brötchen vom Bäcker und als die Tüte leer war, habe ich da ein Leckerlie reingeschmissen, die Tüte wieder zu gestülpt und ihr gegeben.
Oh, welch Tragödie. Frauchen, ich rieche zwar den Keks, aber da ist ja was drum, da komme ich ja gar nicht dran.
Ich musste die Tüte anfangs wirklich offen hinlegen und selbst das war für die Minimaus eine Herausforderung.
Als Nelly letztens ihre Überraschungsbox bekam (Karton mit Zeitungspapier, Leckerlie, zugeklebt) und sich sofort an die Arbeit machte, beam auch Hummel eine, als Nelly fertig war. Bei ihr war die nicht zu geklebt, sondern nur geklappt und ich habe die stinkigsten Kekse reingeschmissen, die ich hatte. Ausserdem habe ich das Zeitungspapier weg gelassen.
Keine Chance... Hummel war total gestresst und rannte ne halbe Stunde hin und her, aber sie ging da nicht mal dran, als ich den Karton auf einer Seite auf klappte.
Also das müssen wir echt noch üben. ;)
Bin gespannt was sie morgen macht - da gibt´s nen Kong mit Fleisch für jeden. ;)
Aber wenn man sich nicht mit ihr beschäftigt hätte, würde sie kaum so schnell lernen, aber das finde ich auch noch raus.
Einen kuscheligen Abend
Mona mit den Raubtieren
Ja, momentan fallen mir viele Themen für den Blog ein, stimmt. :D
Heute will ich euch mal von Hummel´s Karriere erzählen.
Von Anfang an stand sie tierisch auf Fleisch - wen wundert es? ;) Und sie hat es auch super vertragen. Also mit der angekündigten Mäkeligkeit habe ich bislang keine Bekanntschaft gemacht. Auch wenn ich mal vergesse aufzutauen und es dann Dose oder für Hummel Trockenfutter gibt - keine Herausforderung.
Aber die Kausachen... ohje die Kausachen. Alles, was ihr zu gross erschien, wurde liegen gelassen.
"Nee, vorkauen bitteschön, ich war schliesslich Prinzessin, das lege ich ja nicht von jetzt auf gleich ab."
Anna konnte fast nur die Zahnputz-Sticks vom Hersteller mit gelber Verpackung beissen. Da kein Zucker drin war (ja, ich weiss, aber ansonsten viel Schrott), bekam sie sie. Und natürlich... was macht das fleissige Frauchen? Gleich nen 10er-Pack, in einem Paket sind bummelig zwischen 5 und 7 Stück drin, keine Ahnung. Ergo ich habe davon noch reichlich, weil sie das ja nicht ständig bekommen hat.
Sogar die Dinger waren Hummel anfangs zu gross und ich musste sie in 3 Ministücke brechen.......
Mittlerweile frisst sie ganze Fische (fand sie anfangs auch nicht so gut), für meine Zauberleckerlies würde sie töten, ganze Kaustangen, Dörrfleisch, Pansenbrot.... mittlerweile nimmt die fast alles.
Es klingt immer sehr abwertend, wenn ich schreibe, dass sie Prinzessin war früher. Das ist nicht wertend gemeint, aber bei mir gibt es so einen Status einfach nicht. Bei mir gibt es Status Hund.
Ein Hund hat hier sein Gebiss zu nutzen, selbst mit seinen 4 gesunden Beinen zu laufen, nicht auf dem Schoß zu sitzen, freches forderndes Verhalten zu unterlassen (daran arbeiten wir noch ;) ).
Ich finde diese Grundregeln nicht zu viel verlangt, aber an Hummel merkt man einfach, dass sie anderes gewohnt ist, während Nelly ganz entspannt ihr Ding durchzieht. Das lernt Hummelchen aber auch noch.
Denn auf Zack ist die kleine wirklich. Man merkt, dass sich mit ihr beschäftigt wurde, auf welche Weise habe ich noch nicht herausgefunden. Denn sie kennt kaum Problemlösungsstrategien, sondern bleibt dann sitzen und wartet unsicher ab was passiert. Während Nelly sofort loslegt und sich ausprobiert wie sie an den Keks kommt, geht Hummel da (noch) kaum dran. Also muss ich ihr zeigen, dass hier auch mal der Grips gefragt ist.
Ein Beispiel: Ich hatte Brötchen vom Bäcker und als die Tüte leer war, habe ich da ein Leckerlie reingeschmissen, die Tüte wieder zu gestülpt und ihr gegeben.
Oh, welch Tragödie. Frauchen, ich rieche zwar den Keks, aber da ist ja was drum, da komme ich ja gar nicht dran.
Ich musste die Tüte anfangs wirklich offen hinlegen und selbst das war für die Minimaus eine Herausforderung.
Als Nelly letztens ihre Überraschungsbox bekam (Karton mit Zeitungspapier, Leckerlie, zugeklebt) und sich sofort an die Arbeit machte, beam auch Hummel eine, als Nelly fertig war. Bei ihr war die nicht zu geklebt, sondern nur geklappt und ich habe die stinkigsten Kekse reingeschmissen, die ich hatte. Ausserdem habe ich das Zeitungspapier weg gelassen.
Keine Chance... Hummel war total gestresst und rannte ne halbe Stunde hin und her, aber sie ging da nicht mal dran, als ich den Karton auf einer Seite auf klappte.
Also das müssen wir echt noch üben. ;)
Bin gespannt was sie morgen macht - da gibt´s nen Kong mit Fleisch für jeden. ;)
Aber wenn man sich nicht mit ihr beschäftigt hätte, würde sie kaum so schnell lernen, aber das finde ich auch noch raus.
Einen kuscheligen Abend
Mona mit den Raubtieren
Freitag, 11. September 2015
Warum wollen die "Kaputten" immer zu mir? Wieder eine Zufallsdiagnose
Guten Morgen liebe Hundefreunde,
es geht wieder los... Diagnostik, Medikamente, das volle Brett.
Aber ich beginne von vorne:
Ich holte mir für gestern einen Termin in Windeby, da Nelly aus den Ohren riecht wie alte Socken. Ausserdem juckt Hummel sich ständig, ich konnte aber nichts finden - und sie hat ab und an einen Tag Durchfall ohne erkennbaren Grund. Grund genug, nach Windeby zu fahren.
Und ich sollte die neue Tierärztin im Team kennen lernen und insbesondere Nelly sollte sie kennen lernen. Jede Veränderung in Windeby wirft Nelly aus der Bahn und diese Tierarzt kann sie auch nicht eifnach mal eben behandeln. Wie sehr sie das aus der Bahn warf, zeigte sie gestern wieder einmal.
Die neue Tierärztin ist total nett, lieb mit den Hunden, ruhig, hat eine wahnsinnig positive Ausstrahlung. Sie behandelte zuerst einmal Hummel, damit Nelly unbehelligt gucken konnte. Sie nahm auch hier und da Kontakt auf, aber streicheln bitteschön nicht, lass deine Patschehändchen bloss bei dir.
Nachdem wir mit Hummel fertig waren, kam dann Nelly auf den Tisch und Ira wollte anfangen wie sonst auch. Nelly war unruhig, hatte Angst, wich ständig aus, wurde hektisch. Das ging so weit, dass ich sagte "Wenn wir jetzt weiter machen, dann nur noch mit Maulkorb". Ich glaube wir haben gestern zum ersten Mal eine Behandlung abbrechen müssen. Aber es hätte nicht viel gefehlt, dann.... nicht auszudenken.
Nelly durfte vm Tisch, die restliche Behandlung habe ich zuhause selbst durchgeführt. Es war einfach zu gefährlich. Als es zum Auto ging, sprang sie sofort rein und verkroch sich in die hinterletzte Ecke, sodass ich ihr nicht mal das Geschirr zum Autofahren anziehen konnte, ohne sie zu mir heran zu ziehen. :(
Ja, nun zu Hummel.
Als erstes mal konnte Ira direkt einen Floh mit den Fingern erwischen. Sie sagte es sei ein grosser gewesen - ich habe noch nie zuvor einen gesehen und dachte, dass wir von der Grösse einer Spinne sprechen, wenn von "gross" die Rede ist. Ich sollte mich irren. ;) Dann ist es auch kein Wunder, dass ich nichts gefunden habe... die Dinger sind ja miniklein.
Bäh, es juckt mich schon wieder, wenn ich daran denke.
Ja... jedenfalls gibt es jetzt ein Mal Chemiekeule, bin ich normal ja kein Freund von, aber mit sowas mache ich kurzen Prozess. Beide haben also gestern die volle Dröhnung abgekriegt.
Und in ein paar Tagen gibt´s ne Wurmkur hinterher.
Jetzt muss ich etwas ausholen. Vor ein paar Wochen ist mir bei einem ganz bestimmten Hecheln von Hummel der Gedanke gekommen, dass sie was mit dem Herzen haben könnte. Diese ganz bestimmte Art von Hecheln hat auch Anna häufig gemacht.
Und dann dachte ich mir "Mona, nicht alles muss immer gleich irgendwas sein. Werd mal nicht zum Hypochonder".
Kann mir mal bitte einer die Glaskugel wegnehmen??? :(
Beide Tierärzte hörten das Herz ab, Hummel hat einen dritten Herzton, der da nicht hin gehört. Normal ist ein Doppelton "bumm bumm". Bei Hummel ist es ein "bumm bumm zisch".
Mitralklappeninsuffizienz?
Wundert mich das? Nein, natürlich wundert mich das nicht. Warum auch? Warum sollte ausgerechnet ich eigentlich mal einen gesunden Hund bekommen?
Ich musste erstmal lachen. Die neue Tierärztin war etwas verwirrt, bis Ira und ich sie aufklärten, dass ich andauernd irgendwelche Zufallsbefunde habe, die mitunter auch einfach wirklich schlimm sind.
Das letzte Röntgenbild, das wir gemacht haben, war Anna´s Todesbote. :(
Aber auch sonst ist das Motto hier irgendwie mehr "normal kann jeder".
Ja, nun geht die Diagnostik von vorne los. Termin beim Kardiologen, Medikamente einstellen etc.pp.
Warum wollen die "Kaputten" eigentlich immer zu mir? 3 von 3 ist kein Zufall mehr. Gut, bei Anna wusste ich wenigstens einigermaßen worauf ich mich einlasse.
Naja, es ist jetzt wie es ist, Hummel hat demnächst einen Haufen Termine. Nur die Kosten machen mir grade etwas Kpfzerbrechen, weil ich weiss wie teuer der ganze "Spaß" ist. Durch viele unvorhergesehene Rechnungen im Laden in letzter Zeit, muss ich ich finanziell erstmal ein bisschen erholen. Schauen wir mal.... wird schon irgendwie gehen.
Alles Liebe
Mona mit den beiden Kaputten
es geht wieder los... Diagnostik, Medikamente, das volle Brett.
Aber ich beginne von vorne:
Ich holte mir für gestern einen Termin in Windeby, da Nelly aus den Ohren riecht wie alte Socken. Ausserdem juckt Hummel sich ständig, ich konnte aber nichts finden - und sie hat ab und an einen Tag Durchfall ohne erkennbaren Grund. Grund genug, nach Windeby zu fahren.
Und ich sollte die neue Tierärztin im Team kennen lernen und insbesondere Nelly sollte sie kennen lernen. Jede Veränderung in Windeby wirft Nelly aus der Bahn und diese Tierarzt kann sie auch nicht eifnach mal eben behandeln. Wie sehr sie das aus der Bahn warf, zeigte sie gestern wieder einmal.
Die neue Tierärztin ist total nett, lieb mit den Hunden, ruhig, hat eine wahnsinnig positive Ausstrahlung. Sie behandelte zuerst einmal Hummel, damit Nelly unbehelligt gucken konnte. Sie nahm auch hier und da Kontakt auf, aber streicheln bitteschön nicht, lass deine Patschehändchen bloss bei dir.
Nachdem wir mit Hummel fertig waren, kam dann Nelly auf den Tisch und Ira wollte anfangen wie sonst auch. Nelly war unruhig, hatte Angst, wich ständig aus, wurde hektisch. Das ging so weit, dass ich sagte "Wenn wir jetzt weiter machen, dann nur noch mit Maulkorb". Ich glaube wir haben gestern zum ersten Mal eine Behandlung abbrechen müssen. Aber es hätte nicht viel gefehlt, dann.... nicht auszudenken.
Nelly durfte vm Tisch, die restliche Behandlung habe ich zuhause selbst durchgeführt. Es war einfach zu gefährlich. Als es zum Auto ging, sprang sie sofort rein und verkroch sich in die hinterletzte Ecke, sodass ich ihr nicht mal das Geschirr zum Autofahren anziehen konnte, ohne sie zu mir heran zu ziehen. :(
Ja, nun zu Hummel.
Als erstes mal konnte Ira direkt einen Floh mit den Fingern erwischen. Sie sagte es sei ein grosser gewesen - ich habe noch nie zuvor einen gesehen und dachte, dass wir von der Grösse einer Spinne sprechen, wenn von "gross" die Rede ist. Ich sollte mich irren. ;) Dann ist es auch kein Wunder, dass ich nichts gefunden habe... die Dinger sind ja miniklein.
Bäh, es juckt mich schon wieder, wenn ich daran denke.
Ja... jedenfalls gibt es jetzt ein Mal Chemiekeule, bin ich normal ja kein Freund von, aber mit sowas mache ich kurzen Prozess. Beide haben also gestern die volle Dröhnung abgekriegt.
Und in ein paar Tagen gibt´s ne Wurmkur hinterher.
Jetzt muss ich etwas ausholen. Vor ein paar Wochen ist mir bei einem ganz bestimmten Hecheln von Hummel der Gedanke gekommen, dass sie was mit dem Herzen haben könnte. Diese ganz bestimmte Art von Hecheln hat auch Anna häufig gemacht.
Und dann dachte ich mir "Mona, nicht alles muss immer gleich irgendwas sein. Werd mal nicht zum Hypochonder".
Kann mir mal bitte einer die Glaskugel wegnehmen??? :(
Beide Tierärzte hörten das Herz ab, Hummel hat einen dritten Herzton, der da nicht hin gehört. Normal ist ein Doppelton "bumm bumm". Bei Hummel ist es ein "bumm bumm zisch".
Mitralklappeninsuffizienz?
Wundert mich das? Nein, natürlich wundert mich das nicht. Warum auch? Warum sollte ausgerechnet ich eigentlich mal einen gesunden Hund bekommen?
Ich musste erstmal lachen. Die neue Tierärztin war etwas verwirrt, bis Ira und ich sie aufklärten, dass ich andauernd irgendwelche Zufallsbefunde habe, die mitunter auch einfach wirklich schlimm sind.
Das letzte Röntgenbild, das wir gemacht haben, war Anna´s Todesbote. :(
Aber auch sonst ist das Motto hier irgendwie mehr "normal kann jeder".
Ja, nun geht die Diagnostik von vorne los. Termin beim Kardiologen, Medikamente einstellen etc.pp.
Warum wollen die "Kaputten" eigentlich immer zu mir? 3 von 3 ist kein Zufall mehr. Gut, bei Anna wusste ich wenigstens einigermaßen worauf ich mich einlasse.
Naja, es ist jetzt wie es ist, Hummel hat demnächst einen Haufen Termine. Nur die Kosten machen mir grade etwas Kpfzerbrechen, weil ich weiss wie teuer der ganze "Spaß" ist. Durch viele unvorhergesehene Rechnungen im Laden in letzter Zeit, muss ich ich finanziell erstmal ein bisschen erholen. Schauen wir mal.... wird schon irgendwie gehen.
Alles Liebe
Mona mit den beiden Kaputten
Mittwoch, 2. September 2015
Up and down - die Woche der "Jubiläen"
Hallo zusammen,
diese Woche ist für mich ein ständiges auf und ab der Gefühle irgendwie.
Gestern hatte ich allen Grund zur Freude, denn Jubiläum Nummer 1 diese Woche war mein Firmenjubiläum. 1 Jahr Fördepfote - Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.
Natürlich denke ich an die Anfänge, auch wenn es mir so vor kommt, als sei das grade 3 Monate her...
Aber ich denke auch an alles, was ich aufgegeben habe... besonders fehlen tut mir das Basteln, ich habe gerne und viel gebastelt, aber es fehlt einfach die Zeit, die Kreativität und auch einfach die Lust.
Und was mir natürlich auch fehlt ist mal ein ganzes Wochenende frei zu haben. Auch wenn ich das eigentlich schon seit fast 2 Jahren nicht mehr hatte, denn mein Job vor der Selbstständigkeit war auch heftig. Ich hatte 12-Tage-Wochen und hätten wir nicht eh jedes zweite Wochenende nicht gearbeitet, hätte ich wohl nie frei gehabt.
Und natürlich fehlt es mir auch mal nachmittags was machen oder planen zu können, einfach mal so und ohne darüber nachdenken zu müssen, ob ich mir dafür meine Mitarbeiterin wirklich in den Laden stellen kann und möchte.
Aber ansonsten ist es genau das: Mein Traumjob!
______________________________________________
Das heutige "Jubiläum" macht mich hingegen sehr traurig. Ich denke andauernd daran. Heute vor 8 Wochen hat Anna mich verlassen... um kurz nach 20 Uhr war sie einfach nicht mehr da.
Ich denke jeden Tag an meine Zaubermaus und sie fehlt sehr.
Auch wenn Hummel unser Leben sehr bereichert... sie ist nicht Anna.
Ich vermisse einfach alles an ihr, selbst wenn ich morgens zu langsam war und sie mir in die Wohnung gepieschert hat.
Ich vermisse ihren Humor, wenn sie lustig war - das war so anders als bei normalen Hunden. Anna konnte halt nicht herum springen, aber sie war auf ihre Art total witzig.
Ich vermisse ihren Charme, mit dem sie einen mit nur einem einzigen Blick um die kleine Kralle gewickelt hat.
Ich vermisse es auch mit einemt auben Hund zusammen zu leben. Es ist so.... gleich und doch so völlig anders. Man achtet anders auf den Hund, auf die eigene Körpersprache. Auch wenn der Umgang mit einem Täubling mir schnell in Mark und Blut über gegangen ist und ich es häufig vergessen habe, fehlt es mir doch sehr. Anna hat mir bewiesen, dass die Entscheidung für einen tauben Hund schon zwei Mal die richtige war. Nur dass eben nur Anna auch wirklich taub war. ;)
Anna fehlt so sehr und ich würde alles dafür geben, sie noch an meiner Seite zu haben.
_____________________________________________________
Morgen folgt das dritte Jubiläum - und das ist etwas ganz besonderes.
Morgen vor 10 Jahren ist Nelly bei mir eingezogen.
Wahnsinn... mein Mäuschen ist schon so alt. Ich freue mich, aber es macht mir auch Angst. 10 Jahre... nun ist sie 10,5 - wie lange bleibt uns noch?
Nelly ist allerdings unzerstörbar, das hat sie in der Vergangenheit schon so oft bewiesen. Sie wird 200 Jahre alt.
Nein, ehrlch, mich würde es nicht wundern, wenn sie 20 wird - und ich hoffe es so sehr!
Nelly hat mir fast alles beigebracht, was ich über Hunde weiss. Kein Mensch konnte ein so fantastischer Lehrer sein wie meine grosse.
Sie zeigte mir wie man einen Hund richtig ernährt, wie man einen Hund NICHT behandelt und dann auch wie man es tut.
Sie lehrte mich wie man mit einem Hund praktisch eins werden kann und wie man mit einem Lebewesen jede Sekunde des Tages zusammen sein kann und möchte, ohne denjenigen "über" zu haben. Ich habe prktisch das gesamte letzte Jahr fast ununterbrochen mit ihr zusammen gelebt - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Die paar Male, die ich sie zum Sitter bringen musste, habe ich sie wie immer schmerzlich vermisst.
Und sie lehrt mich jeden Tag aufs Neue Dinge.
Den Wandel, den sie seit Anna´s Einzug durchgemacht hat, kann man kaum beschreiben. Sie ruht so in sich (ausser in ein paar Situationen), ist so viel souveräner und gelassener geworden, als früher. Sie teilt... Leckerlies gingen meistens, Spielzeug war ein NoGo und auf Futter stand die Todesstrafe.
Gut, Futter teilt sie immer noch nicht, aber das muss sie auch nicht.
Die Integration von Hummel hat seitens Nelly ungefähr zwei Tage gedauert. Seitens Hummel ein wenig länger. ;)
Schneggemaus ist auf ihre alten Tage doch noch erwachsen geworden. Sie ist einfach der Wahnsinn... mein Seelenhund. <3
10 Jahre... wie schnell die Zeit vergeht...
diese Woche ist für mich ein ständiges auf und ab der Gefühle irgendwie.
Gestern hatte ich allen Grund zur Freude, denn Jubiläum Nummer 1 diese Woche war mein Firmenjubiläum. 1 Jahr Fördepfote - Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.
Natürlich denke ich an die Anfänge, auch wenn es mir so vor kommt, als sei das grade 3 Monate her...
Aber ich denke auch an alles, was ich aufgegeben habe... besonders fehlen tut mir das Basteln, ich habe gerne und viel gebastelt, aber es fehlt einfach die Zeit, die Kreativität und auch einfach die Lust.
Und was mir natürlich auch fehlt ist mal ein ganzes Wochenende frei zu haben. Auch wenn ich das eigentlich schon seit fast 2 Jahren nicht mehr hatte, denn mein Job vor der Selbstständigkeit war auch heftig. Ich hatte 12-Tage-Wochen und hätten wir nicht eh jedes zweite Wochenende nicht gearbeitet, hätte ich wohl nie frei gehabt.
Und natürlich fehlt es mir auch mal nachmittags was machen oder planen zu können, einfach mal so und ohne darüber nachdenken zu müssen, ob ich mir dafür meine Mitarbeiterin wirklich in den Laden stellen kann und möchte.
Aber ansonsten ist es genau das: Mein Traumjob!
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Das heutige "Jubiläum" macht mich hingegen sehr traurig. Ich denke andauernd daran. Heute vor 8 Wochen hat Anna mich verlassen... um kurz nach 20 Uhr war sie einfach nicht mehr da.
Ich denke jeden Tag an meine Zaubermaus und sie fehlt sehr.
Auch wenn Hummel unser Leben sehr bereichert... sie ist nicht Anna.
Ich vermisse einfach alles an ihr, selbst wenn ich morgens zu langsam war und sie mir in die Wohnung gepieschert hat.
Ich vermisse ihren Humor, wenn sie lustig war - das war so anders als bei normalen Hunden. Anna konnte halt nicht herum springen, aber sie war auf ihre Art total witzig.
Ich vermisse ihren Charme, mit dem sie einen mit nur einem einzigen Blick um die kleine Kralle gewickelt hat.
Ich vermisse es auch mit einemt auben Hund zusammen zu leben. Es ist so.... gleich und doch so völlig anders. Man achtet anders auf den Hund, auf die eigene Körpersprache. Auch wenn der Umgang mit einem Täubling mir schnell in Mark und Blut über gegangen ist und ich es häufig vergessen habe, fehlt es mir doch sehr. Anna hat mir bewiesen, dass die Entscheidung für einen tauben Hund schon zwei Mal die richtige war. Nur dass eben nur Anna auch wirklich taub war. ;)
Anna fehlt so sehr und ich würde alles dafür geben, sie noch an meiner Seite zu haben.
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Morgen folgt das dritte Jubiläum - und das ist etwas ganz besonderes.
Morgen vor 10 Jahren ist Nelly bei mir eingezogen.
Wahnsinn... mein Mäuschen ist schon so alt. Ich freue mich, aber es macht mir auch Angst. 10 Jahre... nun ist sie 10,5 - wie lange bleibt uns noch?
Nelly ist allerdings unzerstörbar, das hat sie in der Vergangenheit schon so oft bewiesen. Sie wird 200 Jahre alt.
Nein, ehrlch, mich würde es nicht wundern, wenn sie 20 wird - und ich hoffe es so sehr!
Nelly hat mir fast alles beigebracht, was ich über Hunde weiss. Kein Mensch konnte ein so fantastischer Lehrer sein wie meine grosse.
Sie zeigte mir wie man einen Hund richtig ernährt, wie man einen Hund NICHT behandelt und dann auch wie man es tut.
Sie lehrte mich wie man mit einem Hund praktisch eins werden kann und wie man mit einem Lebewesen jede Sekunde des Tages zusammen sein kann und möchte, ohne denjenigen "über" zu haben. Ich habe prktisch das gesamte letzte Jahr fast ununterbrochen mit ihr zusammen gelebt - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Die paar Male, die ich sie zum Sitter bringen musste, habe ich sie wie immer schmerzlich vermisst.
Und sie lehrt mich jeden Tag aufs Neue Dinge.
Den Wandel, den sie seit Anna´s Einzug durchgemacht hat, kann man kaum beschreiben. Sie ruht so in sich (ausser in ein paar Situationen), ist so viel souveräner und gelassener geworden, als früher. Sie teilt... Leckerlies gingen meistens, Spielzeug war ein NoGo und auf Futter stand die Todesstrafe.
Gut, Futter teilt sie immer noch nicht, aber das muss sie auch nicht.
Die Integration von Hummel hat seitens Nelly ungefähr zwei Tage gedauert. Seitens Hummel ein wenig länger. ;)
Schneggemaus ist auf ihre alten Tage doch noch erwachsen geworden. Sie ist einfach der Wahnsinn... mein Seelenhund. <3
10 Jahre... wie schnell die Zeit vergeht...
Montag, 31. August 2015
Wie viel muss ein Hund eigentlich können?
Hallöchen ihr Lieben,
diese Frage stelle ich mir seit einigen Wochen, grade in Hinsicht auf Hummel: Wie viel muss ein Hund können?
Die Erziehung von Nelly und Hummel könnte unterschiedlicher nicht sein.
Während mich bei Nelly der Drang zur Perfektion und der Vorstellung des absolut perfekten Hundes blind machte, mache ich bei Hummel irgendwie... gar nichts.
Nelly kann allen möglichen Kram, beherrscht um die 200 Kommandos, auch sowas unnützes wie Pfötchen geben in verschiedensten Variationen (links recht, high five, high ten, Pfote links und rechts auf den jeweiligen Fuß geben etc.pp.)
Darunter sind natürlich auch hilfreiche Sachen wie "geh Kante", wenn sie mir zu nah an der Strasse geht, dass sie wieder an den Gehwegrand zurück kommt. Oder auch links und rechts kann sie unterscheiden, wenn ich irgendwo einbiegen will, dann brauche ich nicht an ihr herum zu ruckeln.
Sitz, Platz, bleib und solche Scherzchen mit und ohne Distanz etc. kann sie alles, mal mehr mal weniger zuverlässig, kommt ein bisschen auf das Geschehen um sie herum an und ihren Erregungsgrad.
So... Anna kannte gar keine Kommandos, ausser Fingerzeige. Handzeichen für Stopp, geh auf deinen Platz etc. interessierten sie einfach nicht die Bohne. Und das war okay, nicht weil sie alt war, sondern weil sie einfach von vorne bis hinten unkompliziert war und immer nur gefallen wollte.
Hummel kann bislang das Kommando "Mors" (für sitz, abgeleitet vo Hamburger Spruch "Hummel, Hummel, Mors, Mors", Mors bedeutet Hintern für alle, die kein Platt sprechen ;) ). Dann kann sie noch "Nein", "Hau ab" und "zurück", manchmal auch "bleib", aber ich glaube, das ist eher Glückssache. ;)
Es ist aber auch nicht so, dass ich viel Energie in das Erlernen diverser Kommandos investiere. Hummel schaut sich viel von Nelly ab, hält sich an Regeln - Herz, was willst du eigentlich mehr?
Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass in der kleinen Motte ein Zirkushund schlummert und ich diesen nur heraus kitzeln muss. Vielleicht wäre eine Teilnahme an einer Trickdog-Stunde nicht die schlechteste Idee. Nicht weil s nötig ist, sondern weil es Spaß macht.
Und da stellt sich mir einfach die Frage: was muss ein Hund können? Was ist völlig überflüssig, was einfach nur Spaß und ist das, was als Standart angesehen wird, wirklich nötig?
Fragen über Fragen. ;)
diese Frage stelle ich mir seit einigen Wochen, grade in Hinsicht auf Hummel: Wie viel muss ein Hund können?
Die Erziehung von Nelly und Hummel könnte unterschiedlicher nicht sein.
Während mich bei Nelly der Drang zur Perfektion und der Vorstellung des absolut perfekten Hundes blind machte, mache ich bei Hummel irgendwie... gar nichts.
Nelly kann allen möglichen Kram, beherrscht um die 200 Kommandos, auch sowas unnützes wie Pfötchen geben in verschiedensten Variationen (links recht, high five, high ten, Pfote links und rechts auf den jeweiligen Fuß geben etc.pp.)
Darunter sind natürlich auch hilfreiche Sachen wie "geh Kante", wenn sie mir zu nah an der Strasse geht, dass sie wieder an den Gehwegrand zurück kommt. Oder auch links und rechts kann sie unterscheiden, wenn ich irgendwo einbiegen will, dann brauche ich nicht an ihr herum zu ruckeln.
Sitz, Platz, bleib und solche Scherzchen mit und ohne Distanz etc. kann sie alles, mal mehr mal weniger zuverlässig, kommt ein bisschen auf das Geschehen um sie herum an und ihren Erregungsgrad.
So... Anna kannte gar keine Kommandos, ausser Fingerzeige. Handzeichen für Stopp, geh auf deinen Platz etc. interessierten sie einfach nicht die Bohne. Und das war okay, nicht weil sie alt war, sondern weil sie einfach von vorne bis hinten unkompliziert war und immer nur gefallen wollte.
Hummel kann bislang das Kommando "Mors" (für sitz, abgeleitet vo Hamburger Spruch "Hummel, Hummel, Mors, Mors", Mors bedeutet Hintern für alle, die kein Platt sprechen ;) ). Dann kann sie noch "Nein", "Hau ab" und "zurück", manchmal auch "bleib", aber ich glaube, das ist eher Glückssache. ;)
Es ist aber auch nicht so, dass ich viel Energie in das Erlernen diverser Kommandos investiere. Hummel schaut sich viel von Nelly ab, hält sich an Regeln - Herz, was willst du eigentlich mehr?
Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass in der kleinen Motte ein Zirkushund schlummert und ich diesen nur heraus kitzeln muss. Vielleicht wäre eine Teilnahme an einer Trickdog-Stunde nicht die schlechteste Idee. Nicht weil s nötig ist, sondern weil es Spaß macht.
Und da stellt sich mir einfach die Frage: was muss ein Hund können? Was ist völlig überflüssig, was einfach nur Spaß und ist das, was als Standart angesehen wird, wirklich nötig?
Fragen über Fragen. ;)
Montag, 24. August 2015
So intensiv
Liebe Hundefreunde,
wie jeden Tag denke ich an Anna... fast schon 2 Monate ist sie nicht mehr an unserer Seite. Und trotz Hummel´s Einzug fehlt sie jeden Tag sehr schmerzlich.
Die 8 Monate mit unserer Zaubermaus waren so wahnsinnig intensiv, dass ihr Tod immer schmerzen wird.
Anna ist der erste Hund, den ich in meinem Leben verloren habe und ich kann es bis heute nicht fassen was für ein Teufel in ihr wütete.
Und so vieles macht im Nachhinein Sinn. Ab etwa Februar baute sie schon ab, ich fragte ständig meine Tierärzte danach, aber wer hätte sowas ahnen können? Es war gut, dass wir ihn nicht früher entdeckt haben. Für mich war es gut und Anna wusste das.
Ich machte ir ständig Gedanken warum sie so abbaute, ob ich nicht genug mit ihr raus ging, sie nicht genug forderte? Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf.
Ich glaube ganz unbedingt an das Schicksal, dass uns vieles vorherbestimmt ist. Dass es uns vorbestimmt war die letzten Schritte gemeinsam zu gehen. Dass Anna mich noch so viel lernen liess, so viel über mich, über Hunde, über sie und über Nelly.
Anna hat gewartet so lange sie konnte, um mir zu offenbaren was schneller passieren wird, als es hätte sein dürfen.
Mit der Diagnose begann ich bereits Abschied zu nehmen, es ist unerträglich sich von einem Tier zu verabschieden... über Tage.
Es musste so viel entschieden werden, so viele schwerwiegende Entscheidungen. Und doch hält man immerzu inne, schaut seinem geliebten Tier beim Schlafen zu und weiss, dass man das sehr bald nicht mehr kann.
Man beginnt sich zu verabschieden in dem Wissen, dass es jeden Moment vorbei sein kann.
Die Angst davor, dass der Tumor platzt und sie zum Notfall wird, unter unsäglichen Schmerzen sterben wird, hat mich ganz krank gemacht. Das war das letzte, was ich wollte.
Es konnte von jetzt auf gleich passieren, in der einen Sekunde noch alles soweit okay und in der nächsten... Höllenwualen.
Und trotzdem zeigte Anna mir den richtigen Zeitpunkt. Ich hatte solche Angst sie unter Schmerzen erlösen lassen zu müssen und dann konnte sie es doch entscheiden.
Ich hatte den letzten gemeinsamen Tag geplant... noch ein Mal ans Meer mit Anna, vorher noch ein Fotoshooting als letzte Erinnerungen, ich wusste ich würde den ganzen Tag bei ihr auf dem Boden sitzen und sie halten.
Und alles kam anders... kein Meer, kein Fotoshooting, kein auf dem Boden sitzen. Wenn ich bei ihr saß, regte sie sich fürchterlich auf, kam nicht zur Ruhe, kollabierte beinahe. Ich weiss, dass sie nicht gehen wollte, aber musste.
Die 8 Monate mit Anna waren so intensiv wie ich es nie erwartet hätte. Und ich würde alles dafür tun, wenn ich sie zurück bekommen könnte. Etwas jünger, um noch viel für sie tun zu können.
Ein Wunsch, der sich niemals erfüllen wird.
Ich vermisse auch das Zusammenleben mit einem tauben Hund und weiss, es wird irgendwann wieder ein Täubling zu mir ziehen.
Anna war einer der wundervollsten Hunde, die ich je kennen lernen durfte und ich bin so dankbar für unsere gemeinsame Zeit.
Aber es tut weh... jeden Tag... und ich kann auch noch nicht über sie sprechen ohne zu weinen.
wie jeden Tag denke ich an Anna... fast schon 2 Monate ist sie nicht mehr an unserer Seite. Und trotz Hummel´s Einzug fehlt sie jeden Tag sehr schmerzlich.
Die 8 Monate mit unserer Zaubermaus waren so wahnsinnig intensiv, dass ihr Tod immer schmerzen wird.
Anna ist der erste Hund, den ich in meinem Leben verloren habe und ich kann es bis heute nicht fassen was für ein Teufel in ihr wütete.
Und so vieles macht im Nachhinein Sinn. Ab etwa Februar baute sie schon ab, ich fragte ständig meine Tierärzte danach, aber wer hätte sowas ahnen können? Es war gut, dass wir ihn nicht früher entdeckt haben. Für mich war es gut und Anna wusste das.
Ich machte ir ständig Gedanken warum sie so abbaute, ob ich nicht genug mit ihr raus ging, sie nicht genug forderte? Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf.
Ich glaube ganz unbedingt an das Schicksal, dass uns vieles vorherbestimmt ist. Dass es uns vorbestimmt war die letzten Schritte gemeinsam zu gehen. Dass Anna mich noch so viel lernen liess, so viel über mich, über Hunde, über sie und über Nelly.
Anna hat gewartet so lange sie konnte, um mir zu offenbaren was schneller passieren wird, als es hätte sein dürfen.
Mit der Diagnose begann ich bereits Abschied zu nehmen, es ist unerträglich sich von einem Tier zu verabschieden... über Tage.
Es musste so viel entschieden werden, so viele schwerwiegende Entscheidungen. Und doch hält man immerzu inne, schaut seinem geliebten Tier beim Schlafen zu und weiss, dass man das sehr bald nicht mehr kann.
Man beginnt sich zu verabschieden in dem Wissen, dass es jeden Moment vorbei sein kann.
Die Angst davor, dass der Tumor platzt und sie zum Notfall wird, unter unsäglichen Schmerzen sterben wird, hat mich ganz krank gemacht. Das war das letzte, was ich wollte.
Es konnte von jetzt auf gleich passieren, in der einen Sekunde noch alles soweit okay und in der nächsten... Höllenwualen.
Und trotzdem zeigte Anna mir den richtigen Zeitpunkt. Ich hatte solche Angst sie unter Schmerzen erlösen lassen zu müssen und dann konnte sie es doch entscheiden.
Ich hatte den letzten gemeinsamen Tag geplant... noch ein Mal ans Meer mit Anna, vorher noch ein Fotoshooting als letzte Erinnerungen, ich wusste ich würde den ganzen Tag bei ihr auf dem Boden sitzen und sie halten.
Und alles kam anders... kein Meer, kein Fotoshooting, kein auf dem Boden sitzen. Wenn ich bei ihr saß, regte sie sich fürchterlich auf, kam nicht zur Ruhe, kollabierte beinahe. Ich weiss, dass sie nicht gehen wollte, aber musste.
Die 8 Monate mit Anna waren so intensiv wie ich es nie erwartet hätte. Und ich würde alles dafür tun, wenn ich sie zurück bekommen könnte. Etwas jünger, um noch viel für sie tun zu können.
Ein Wunsch, der sich niemals erfüllen wird.
Ich vermisse auch das Zusammenleben mit einem tauben Hund und weiss, es wird irgendwann wieder ein Täubling zu mir ziehen.
Anna war einer der wundervollsten Hunde, die ich je kennen lernen durfte und ich bin so dankbar für unsere gemeinsame Zeit.
Aber es tut weh... jeden Tag... und ich kann auch noch nicht über sie sprechen ohne zu weinen.
Auch
wenn du nur kurz bei uns verweilst,
nur kurz
Weisheit und Schicksal du mit uns teilst,
so ist
es die Liebe, die dir folgt in dein Grab,
die
Liebe, die es nur für dich gab.
Samstag, 25. Juli 2015
Gedanken - was haben Flüchtlinge mit Hunden zu tun?
Da bin ich schon wieder.
Ich habe heute auf Arbeit viel Zeit gehabt (es hat geregnet wie aus Kübeln ;) ) und habe Facebook hoch und runter gelesen.
Sachen wie Pegida, Fremdenfeindlichkeit oder gar -hass, lebensverachtende Themen und Postings, dass man im wahrsten Sinne kotzen will, findet man da überall. Entschuldigt meine Wortwahl, das war das netteste Wort, das ich dafür finden konnte.
Da liest man von einem Azubi in Österreich, der fremdenfeindlich postete und von seinem Arbeitgeber Porsche direkt rausgeschmissen wurde. Sehr löblich finde ich das.
Was hat er gepostet? Die Feuerwehr hatte eine Outdoor-Dusche für Flüchtlinge konstruiert und es wurde ein Bild von einem 6jährigen Mädchen aus Syrien stammend gepostet, die einfach strahlte und Spaß mit dem Wasser hatte.
Darunter rief er dazu auf doch lieber einen Flammenwerfer zu nehmen. Er wollte also dieses unschuldige Mädchen lieber brennen sehen, als es im eigenen Land zu haben.
Nun kroch er zu Kreuze und schrieb weiterhin auf Facebook, es täte ihm leid und sowas könne man doch nicht ernst nehmen.
Aber im Kopf fängt alles an, da fangen terroristische Pläne an, es fängt Hass an, es fängt Gewalt an - wie kann man sowas grausames dann nicht ernst nehmen?
Dieses ganze braune Gedankengut macht mir hingegen grosse Angst. Der 2. Weltkrieg ist noch nicht einmal 100 Jahre her - Opfer des NSDAP und seinen willigen Helfern leben heute teilweise noch. Und wieder müssen sie erleben wie der Fremdenhass um sich greift. Was wohl in ihnen vorgeht?
Und was ist mit den Flüchtlingen, die gekommen sind, um Hilfe zu bekommen? Die gekommen sind, weil sie in ihrem eigenen Land sterben würden, begraben unter Schutt und Asche, über den Haufen geschossen, gesteinigt oder oder oder - ich will mir gar nicht ausmalen, was diesen Menschen alles passieren kann, wenn sie bleiben wo sie sind.
Nun stelle sich jeder Leser - gleich welcher Gesinnung er ist - die Frage: Was würde ich tun, wenn ich dort leben würde?
Es gibt keinen Menschen, der dann nicht fliehen würde, ausser diejenigen, die es nicht können. Weil sie das Geld nicht haben, um in ein Flugzeug zu steigen oder weil sie sich verpflichtet fühlen ihr Vaterland zu verteidigen, weil sie krank sind - es gibt viele Gründe nicht zu gehen, aber es gibt auch viele Gründe es zu tun.
Männer werden von ISIS verpflichtet zu kämpfen - oder getötet. Und da wundern sich einige, dass es viele männliche Flüchtlinge gibt?
Steckt es in den Genen der Deutschen Fremde abzulehnen? Ist es der "Fluch" in einem Sozialstaat zu leben, es nicht zu wollen, wenn wir helfen sollen?
Ja, es gibt Armut in Deutschland, es gibt Menschen, die vom Netz nicht aufgefangen werden und für diese Menschen muss etwas getan werden. Aber die Bemühung dahingehend hört doch nicht auf, nur weil 200 Syrier in Sachsen um Asyl bitten?!
Ich habe einen Kurzfilm gesehen wie unterschiedlich Flüchtlinge behandelt werden. Während in Sachsen alle feindlich gesinnt zu sein scheinen, bin ich so erleichtert zu sehen, dass das gefilmte Örtchen in Schleswig-Holstein alle herzlich willkommen heisst. Wieder einmal bin ich besonders stolz auf die Schleswig-Holsteiner und dass ich auch einer von ihnen bin. Ich bin nicht stolz Deutscher zu sein, aber ich bin stolz Schleswig-Holsteiner durch und durch zu sein. ;)
Ich in froh, dass "mein" Bundesland zeigt wie es richtig geht, mich nicht im Fernsehen beschämt.
Aber vor allem schockierte mich ein Satz, der von einer älteren Dame aus Sachsen stammt: "Ja, die werfen Steine, aber ja nicht auf Deutsche."
Nicht auf Deutsche, sondern auf "minderwertiges Leben" oder was?
Fremdschämen und Angst, dass die rechten sich wieder durchsetzen könnten überkommt mich, wenn ich so etwas höre und sehe. Ich sehe die fehlende Menschlichkeit und das ist wirklich beängstigend.
Ihr wisst in all der Zeit, die ich hier poste, bin ich nie wirklich politisch gewesen, aber dieses Thema ist so gross und so angsteinflössend, dass es einfach raus muss.
Was aber hat das denn mit Hunden zu tun?
Jeden Tag kommen hunderte Hunde aus dem Ausland bei uns an. Hunde aus der Türkei, Spanien, Rumänien, Russland und sogar China. Hunde, die auf die Strasse gesetzt wurden, in Tötungsstationen abgegeben wurden, die keine Chance mehr auf ein Leben haben, wenn sie nicht zu uns kommen.
Das wissen wir und tun alles dafür, dass diese Hunde überleben können.
Man wird heute schon komisch angeschaut, wenn man einen Hund aus dem deutschen Tierschutz zu seiner Familie zählt.
Wie selbstverständlich werde ich immer wieder gefragt aus welchem Land Nelly denn sei. Die Augen werden immer gross, wenn ich sage "Sie ist aus Deutschland.". Ich wurde auch schonmal gefragt, ob ich kein schlechtes Gewissen den spanischen Hunden gegenüber hätte, denn weil ich einen Hund aus dem deutschen Tierschutz genommen habe, musste ein Spanier sterben.
Was ist das für eine Logik???
Naja, auch diese Leute können nun zufrieden sein, denn Anna stammte aus Spanien und auch Hummel kommt aus Spanien. Mir ist nicht wichtig woher der Hund kommt, solange er zu uns passt - und so sehe ich das auch mit den Flüchtlingen.
Ich stele nicht das Leben eines Menschen über das eines Hundes oder anders herum. Und doch frage ich mich wieso das so ist.
"Gebt uns eure Hunde, die müssen wir retten, aber ihr krepiert bitteschön durch die Kugel eines Maschinengewehrs, weil ich nicht will, dass ihr 10 km eiter ein Zelt aufschlagt!"
Oder wie?
Wir fliegen nach Ägypten und in die Türkei in Urlaub, aber Musline sind die bösesten Geschöpfe der Welt?!
Ich hätte hunderte solcher Beispiele, aber ich glaube, dass es veranschaulicht was ich meine.
Jedes Leben ist wertvoll - wenn wir die Hunde aus der Türkei retten können, dann können wir auch ein 6jähriges Mädchen aus Syrien retten.
Meint ihr nicht, dass das unser aller Pflicht ist, denen es uns in unserem reichen Land gut geht?
Ich glaube das und bin der Überzeugung, dass ein friediches Zusammenleben möglich ist.
Keine 3 km von mir entfernt sind viele Flüchtlinge untergebracht. Schon seit einigen Monaten. Ich habe noch nie einen gesehen, die Einbrüche oder Kriminalität ist nicht angestiegen, ich werde in meiner freien Entfaltung nicht eingeschränkt. Wo also sollte mein Problem sein, dass 3 km weiter Menschen in Sicherheit sind, in deren Heimat Krieg ist? Wie käme ich dazu sie mit Steinen zu bewerfen oder andere Gräueltaten an ihnen zu verüben, die sie mich doch vollkommen in Ruhe lassen?
Ich habe einen spanischen Hund unter meinem Schreibtisch sitzen - einen "Flüchtling", wenn man so will, der in seiner Heimat keine Chance hatte.
Warum sollte ich dies einem Menschen verwehren wollen?
Ich habe heute auf Arbeit viel Zeit gehabt (es hat geregnet wie aus Kübeln ;) ) und habe Facebook hoch und runter gelesen.
Sachen wie Pegida, Fremdenfeindlichkeit oder gar -hass, lebensverachtende Themen und Postings, dass man im wahrsten Sinne kotzen will, findet man da überall. Entschuldigt meine Wortwahl, das war das netteste Wort, das ich dafür finden konnte.
Da liest man von einem Azubi in Österreich, der fremdenfeindlich postete und von seinem Arbeitgeber Porsche direkt rausgeschmissen wurde. Sehr löblich finde ich das.
Was hat er gepostet? Die Feuerwehr hatte eine Outdoor-Dusche für Flüchtlinge konstruiert und es wurde ein Bild von einem 6jährigen Mädchen aus Syrien stammend gepostet, die einfach strahlte und Spaß mit dem Wasser hatte.
Darunter rief er dazu auf doch lieber einen Flammenwerfer zu nehmen. Er wollte also dieses unschuldige Mädchen lieber brennen sehen, als es im eigenen Land zu haben.
Nun kroch er zu Kreuze und schrieb weiterhin auf Facebook, es täte ihm leid und sowas könne man doch nicht ernst nehmen.
Aber im Kopf fängt alles an, da fangen terroristische Pläne an, es fängt Hass an, es fängt Gewalt an - wie kann man sowas grausames dann nicht ernst nehmen?
Dieses ganze braune Gedankengut macht mir hingegen grosse Angst. Der 2. Weltkrieg ist noch nicht einmal 100 Jahre her - Opfer des NSDAP und seinen willigen Helfern leben heute teilweise noch. Und wieder müssen sie erleben wie der Fremdenhass um sich greift. Was wohl in ihnen vorgeht?
Und was ist mit den Flüchtlingen, die gekommen sind, um Hilfe zu bekommen? Die gekommen sind, weil sie in ihrem eigenen Land sterben würden, begraben unter Schutt und Asche, über den Haufen geschossen, gesteinigt oder oder oder - ich will mir gar nicht ausmalen, was diesen Menschen alles passieren kann, wenn sie bleiben wo sie sind.
Nun stelle sich jeder Leser - gleich welcher Gesinnung er ist - die Frage: Was würde ich tun, wenn ich dort leben würde?
Es gibt keinen Menschen, der dann nicht fliehen würde, ausser diejenigen, die es nicht können. Weil sie das Geld nicht haben, um in ein Flugzeug zu steigen oder weil sie sich verpflichtet fühlen ihr Vaterland zu verteidigen, weil sie krank sind - es gibt viele Gründe nicht zu gehen, aber es gibt auch viele Gründe es zu tun.
Männer werden von ISIS verpflichtet zu kämpfen - oder getötet. Und da wundern sich einige, dass es viele männliche Flüchtlinge gibt?
Steckt es in den Genen der Deutschen Fremde abzulehnen? Ist es der "Fluch" in einem Sozialstaat zu leben, es nicht zu wollen, wenn wir helfen sollen?
Ja, es gibt Armut in Deutschland, es gibt Menschen, die vom Netz nicht aufgefangen werden und für diese Menschen muss etwas getan werden. Aber die Bemühung dahingehend hört doch nicht auf, nur weil 200 Syrier in Sachsen um Asyl bitten?!
Ich habe einen Kurzfilm gesehen wie unterschiedlich Flüchtlinge behandelt werden. Während in Sachsen alle feindlich gesinnt zu sein scheinen, bin ich so erleichtert zu sehen, dass das gefilmte Örtchen in Schleswig-Holstein alle herzlich willkommen heisst. Wieder einmal bin ich besonders stolz auf die Schleswig-Holsteiner und dass ich auch einer von ihnen bin. Ich bin nicht stolz Deutscher zu sein, aber ich bin stolz Schleswig-Holsteiner durch und durch zu sein. ;)
Ich in froh, dass "mein" Bundesland zeigt wie es richtig geht, mich nicht im Fernsehen beschämt.
Aber vor allem schockierte mich ein Satz, der von einer älteren Dame aus Sachsen stammt: "Ja, die werfen Steine, aber ja nicht auf Deutsche."
Nicht auf Deutsche, sondern auf "minderwertiges Leben" oder was?
Fremdschämen und Angst, dass die rechten sich wieder durchsetzen könnten überkommt mich, wenn ich so etwas höre und sehe. Ich sehe die fehlende Menschlichkeit und das ist wirklich beängstigend.
Ihr wisst in all der Zeit, die ich hier poste, bin ich nie wirklich politisch gewesen, aber dieses Thema ist so gross und so angsteinflössend, dass es einfach raus muss.
Was aber hat das denn mit Hunden zu tun?
Jeden Tag kommen hunderte Hunde aus dem Ausland bei uns an. Hunde aus der Türkei, Spanien, Rumänien, Russland und sogar China. Hunde, die auf die Strasse gesetzt wurden, in Tötungsstationen abgegeben wurden, die keine Chance mehr auf ein Leben haben, wenn sie nicht zu uns kommen.
Das wissen wir und tun alles dafür, dass diese Hunde überleben können.
Man wird heute schon komisch angeschaut, wenn man einen Hund aus dem deutschen Tierschutz zu seiner Familie zählt.
Wie selbstverständlich werde ich immer wieder gefragt aus welchem Land Nelly denn sei. Die Augen werden immer gross, wenn ich sage "Sie ist aus Deutschland.". Ich wurde auch schonmal gefragt, ob ich kein schlechtes Gewissen den spanischen Hunden gegenüber hätte, denn weil ich einen Hund aus dem deutschen Tierschutz genommen habe, musste ein Spanier sterben.
Was ist das für eine Logik???
Naja, auch diese Leute können nun zufrieden sein, denn Anna stammte aus Spanien und auch Hummel kommt aus Spanien. Mir ist nicht wichtig woher der Hund kommt, solange er zu uns passt - und so sehe ich das auch mit den Flüchtlingen.
Ich stele nicht das Leben eines Menschen über das eines Hundes oder anders herum. Und doch frage ich mich wieso das so ist.
"Gebt uns eure Hunde, die müssen wir retten, aber ihr krepiert bitteschön durch die Kugel eines Maschinengewehrs, weil ich nicht will, dass ihr 10 km eiter ein Zelt aufschlagt!"
Oder wie?
Wir fliegen nach Ägypten und in die Türkei in Urlaub, aber Musline sind die bösesten Geschöpfe der Welt?!
Ich hätte hunderte solcher Beispiele, aber ich glaube, dass es veranschaulicht was ich meine.
Jedes Leben ist wertvoll - wenn wir die Hunde aus der Türkei retten können, dann können wir auch ein 6jähriges Mädchen aus Syrien retten.
Meint ihr nicht, dass das unser aller Pflicht ist, denen es uns in unserem reichen Land gut geht?
Ich glaube das und bin der Überzeugung, dass ein friediches Zusammenleben möglich ist.
Keine 3 km von mir entfernt sind viele Flüchtlinge untergebracht. Schon seit einigen Monaten. Ich habe noch nie einen gesehen, die Einbrüche oder Kriminalität ist nicht angestiegen, ich werde in meiner freien Entfaltung nicht eingeschränkt. Wo also sollte mein Problem sein, dass 3 km weiter Menschen in Sicherheit sind, in deren Heimat Krieg ist? Wie käme ich dazu sie mit Steinen zu bewerfen oder andere Gräueltaten an ihnen zu verüben, die sie mich doch vollkommen in Ruhe lassen?
Ich habe einen spanischen Hund unter meinem Schreibtisch sitzen - einen "Flüchtling", wenn man so will, der in seiner Heimat keine Chance hatte.
Warum sollte ich dies einem Menschen verwehren wollen?
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