Montag, 23. Juni 2014

Ein neuer Herbert, ein neues Abenteuer

Guten Morgen liebe Hundefreunde,

Herbert - dieser Name hat meinen Freundeskreis sowie meinen Tierarzt geprägt.

Ein Herbert ist ein "Wanderknubbel" und wurde jetzt auf jegliche Art von Knubbel erweitert.

Alles begann vor ein paar Jahren, als ich neben Nelly´s Schwanzwurzel einen Knubbel entdeckte. Dieser Knubbel aber blieb nicht an Ort und Stelle, er wanderte. Ein völlig unbekanntes Phänomen bis dato. Irgendwann sagte eine Freundin zu mir "Gib dem Ding einen Namen, vielleicht wandert er dann weg."
Daraus wurde dann - Herbert der Wanderknubbel.

Tatsächlich war es was ganz unspektakuläres, nämlich eine Entzündung in einer Talgdrüse, warum das gewandert ist, wissen wir zwar bis heute nicht, aber der erste Herbert hat uns wieder verlassen.

Lustig finde ich, dass wenn meine Tierärzte eine Behandlung wegen eines noch unbekannten Knubbels haben, schreiben die sogar in ihren Terminkalender "Herbert" rein. *lach*

Ausserdem habe ich noch einen zweiten Begriff geprägt. Als Nelly ihre Goldakkupunktur bekam, sagten meine Tierärzte mir, dass es einen Punkt in der Pfote gibt, die für Entspannung sorgt und dass sie dort ebenfalls ein Implantat gesetzt haben.
Ich nannte ihn fortan den "Kifferpunkt" und wenn die Hunde von Freunden dort ebenfalls ein Implantat gesetzt bekamen, wurde denen das auch mit diesem Wort erklärt. *grins*

Das aber nur am Rande... nun zum aktuellen Herbert.

Diesen Herbert habe ich schon vor einiger Zeit entdeckt, aber er sah für mich aus wie eine Alterswarze, ergo kein Grund zur Panik - dachte ich.
Seit Nelly geschoren ist, geht sie da aber dran. Da Nelly in medizinischer Hinsicht insbesondere beim Drangehen an Wunden ein bisschen speziell ist, ging ich davon aus, dass es ein "Ich gehe dran, weil ich es kann"-Ding ist. Denn vorher liess sie das komplett in Ruhe.

Nun waren wir vergangenen Mittwoch beim Tierarzt für ein grosses Blutbild, as ist immer im Sommer einmal dran. Und dann liess ich gleich den Herbert angucken.
Nelly hat den dummerweise so schlimm zerbissen, dass aktuell nicht eindeutig zu erkennen ist, was für ein Herbert das ist. Aufgrund des Tastbefundes geht meine Tierärztin nicht zwangsläufig von einer Warze aus, es könnte dieses Mal auch ein Tumor sein.
Na super, dachte ich mir, da renne ich EIN MAL nicht gleich wegen dem Herbert zum Tierarzt, weil die anderen immer alles Fehl-Alarme waren und dieses Mal könnte es tatsächlich was sein. Nelly hatte schon viele Herberts, die ich immer sofort habe angucken lassen, aber es war nie was los. Also ging ich natürlich davon aus, dass es dieses Mal auch so ist.

Nelly trägt jetzt wieder OP-Body, damit sie da nicht dran geht. Plus Cortison-Salbe zur Heilung. Erstaunlicherweise reicht aber dieses Mal ein einfacher OP-Body aus und nicht unser "Stoff-Fort-Knox", worüber ich seeeeeeeeeehr dankbar bin. Dieses Teil muss ich ihr nicht ständig ausziehen, wenn es raus geht, sondern das kann ich etwas hoch schieben, damit sie den nicht anpinkelt und gut ist.

Der Herbert sieht auch schon viel besser aus mittlerweile.

Warten wir mal ab was dabei rauskommt, sie soll jetzt 2 Wochen nicht dran gehen und dann haben wir wieder einen Termin.

Heute müsste ich hoffentlich die Blutergebnisse bekommen. Mal schauen was das Blutbild so sagt.

Einen schönen Wochenstart
Mona, Nelly und Herbert

Freitag, 6. Juni 2014

NN - nackiche Nelly, der steinige Weg dahin

Hallöchen liebe Hundefreunde,

jaaaa, das Tier ist endlich nackich.
Nachdem meine beiden altbewährten Scher-Hilfen irgendwie nie Zeit hatten und selbige nun langsam drängte, habe ich einen Freund gefragt, ob er beim Scheren hilft.

Nelly litt schon sehr unter der Hitze, ausserdem kann ich nicht zu lang warten, weil sie sonst im Herbst nicht wieder genug Fell aufgebaut hat. Ein Teufelskreis.

Vor dem Scheren hat sie sich aber erstmal von meinem Helferlein ins Koma knuddeln lassen:






Oh war das schön und wenn sie doch nur gewusst hätte, was darauf folgt.... ;)

Wir fingen also an zu scheren, aber schon nach kurzer Zeit kam kaum noch Fell runter. So ein Mist, der Scherkopf war stumpf bzw. die Messer da drin.
Nun war guter Rat teuer, denn Nelly sah schon absolut unmöglich aus. Nachdem ich rausgesucht habe, was man braucht und einen Bekannten anrief, ob der sowas schärfen kann, fing ich also an herum zu telefonieren, wer sowas liegen hat zum Kaufen.
Der erste Anruf war natürlich im Futterhaus, ist nunmal das grösste hier in der Umgebung. Die hatten keinen, aber sie wollte sie anderen Filialen durchtelefonieren. Mir fiel dann noch ein Laden in Weiche ein, der auch viel Trixie hat und siehe da - sie hatte GENAU das Teil liegen, das ich brauchte. Meine Lebensretterin!

Mein Helferlein fuhr also los und besorgte das Teil. Denn zum einen war ausgerechnet mein Auto an dem Tag bei meiner Mutter, weil ihres in der Werkstatt stand und Nelly sah auch echt unmöglich aus, so konnte man kaum mit ihr vor die Tür gehen.





Das sieht auf dem Bild total unspektakulär aus, aber live echt schlimm. 5 verschiedene Haarlängen alleine auf dem Rücken, teilweise bis auf 3 mm runter geschoren, teilweise noch volles Fell. Die sah aus... schlimm. *lach*

So, nun war das neue Teil da und wir konnten richtig loslegen. Und wir haben tatsächlich einen neuen Rekord aufgestellt!
Das schnellste in den letzten 6 Jahren waren knapp 3,5 Stunden. Gestern haben wir (Scherkopf-Desaster raus gerechnet) nu 2 Stunden 45 Minuten gebraucht.

Nelly war sehr zappelig dieses Mal, normal lässt sie sich alles gut gefallen. Aber dann gab es eben ein paar Pausen mehr und ein paar Kekse mehr (normal arbeite ich beim Scheren kaum mit Keksen).

Sie war echt bedient und unglücklich abends:





Und seeeeeeeeeeeeeeeehr beleidigt und mürrisch:





Heute früh hatte sie dann erstmal schön Durchfall. Nicht-aufhebbaren Durchfall (und ich hebe immer auf, nur das da, da ging nichts - Gott sei Dank hat es geregnet).
Heute Nachmittag ist davon nichts mehr zu sehen, war wohl die Aufregung und die Tonnen an Keksen.

Und nachdem es echt total heiss war die letzten Tage, regnete es natülich gestern den halben Tag. Und heute war es auch kalt, regnerisch und bäh.
Nicht, dass ich mich nicht pauschal über das freue, was andere "schlechtes Wetter" nennen. Aber natürlich hat das Nackedei heute gefroren. Wie man´s macht, macht man´s falsch................

Also trug sie heute den halben Tag in der Wohnung ihren Frottee-Bademantel. Klingt total schwul, ist es auch, habe ich aber für nach der Physiotherapie gekauft, weil sie da immer nass war und mit langem Fell im Winter ins kalte Auto steigen ohne Schutz - nein danke.
Lustig ist, dass sie damit aussieht wie eins von den mittelalterlichen Pferden, die diese fast bodenlangen Decken trugen. Hihi.

Und dann ist mir gestern echt aufgefallen, dass mein Haushalt schlecht ausgerüstet ist.
Wir brauchten einen Schraubendreher zum Aufschrauben des Scherkopfes. Und natürlich fand ich nur zwei, die beide nicht passten. Geldstück ging nicht, Messer ging nicht, Akkuschrauber zuerst nicht im Kopf gehabt.

Während ich mit 5 verschiedenen Halsbändern, 4 Leinen, 5 verschiedene OP-Schutz-Anzügen, sowie einem Trichter und einer Scheibe, 3 verschiedenen Kämmen, 2 Effilier-Scheren, 2 unterschiedlichen Fellscheren, sowie 2 verschiedene Striegel etc.pp. in Sachen Hund aufwarten kann.
Ja, ich habe deutlich gemerkt: ICH bin ein ECHTER Hundehaushalt! *lach*

So, das Tier hat sich wieder irgendwo zusammen gerollt und ich will mal gucken, ob ihr Fütterchen schon aufgetaut ist.

Alles Liebe
Mona und der Nackedei

Sonntag, 1. Juni 2014

Perfektion

Hallo liebe Hundefreunde,

gestern führte ich ein Gespräch mit einer Freundin, die einen sehr klugen Satz sagte bzw. eine kluge Frage stellt:

Wie kann ich von meinem Hund Perfektion verlangen, wenn ich doch selbst nicht perfekt bin?

Das ist natürlich nicht so gemeint, dass man einen Hund völlig nach dem "Anti-Autoritäts-Prinzip" erziehen soll, sondern vielmehr, dass wir so hohe Erwartungen in das Verhalten unseres Hundes haben, die wir selbst aber gar nicht erfüllen.

Nehmen wir das ltbekannte Thema Stress:
Wie kann ich von Nelly erwarten, in einer Situation angemessen zu reagieren, wenn ich doch selbst in dieser Situation völlig angespannt bin?

Ja, nämlich gar nicht...

Das Verhalten des Hundes ist das Produkt von Erlebtem - schlussendlich aber nicht nur das eigene erlebte, sondern das seines Menschen. Der Hund spiegelt uns.

So, nun möchte ich in Nelly und meiner Geschichte mal ein bisschen weiter zurück gehen, weil es so schön zum Thema passt.

Eine Freundin hat eine Hündin, Lucy. Lucy war praktisch Nelly´s erste richttige Hundefreundin ausserhalb der Hundeschule.
Lucy ist auf den ersten Blick ein unglaublich einfacher Hund. Sie ist glücklich, wenn sie dabei sein darf, benimmt sich niemals daneben, ist zu jedem nett und freundlich. Auf den zweiten Blick ist sie schon nicht mehr so einfach, weil sie ein Angsthund ist. Es wurde versucht sie auf einem Schäferhundplatz mit Gewalt zu "erziehen". Was das heisst, ahnt ihr sicherlich. Und by the way ist sie auch gar kein Schäferhund, sondern ein "JeDuMa" - Jeder Durfte Mal. ;)

Es steckt viel Arbeit in diesem Hund, die reine Vertrauensarbeit war, aber deshalb nicht weniger schwierig.

Doch ich hatte eine Lucy vor mir, die fast angstfrei war, weil ich sie in ihrer "schlimmsten Zeit" gar nicht kannte.

So und damals war Nelly noch unter einem Jahr alt, hatte Flausen im Kopf und es faustdick hinter den Ohren. Sie machte mir viele Probleme.

Ich machte nun also den Fehler sie mit Lucy zu vergleichen. Und glaubt mir, unterschiedlicher können Hunde überhaupt nicht sein.
Während Lucy immer mehr der zurückhaltende Schatten war, war Nelly ein "Hans Dampf in allen Gassen". Also war es sehr unfair, von ihr zu erwarten Verhalten wie Lucy zu zeigen.

Und da waren sie wieder, die Perfektions-Ansprüche.

Ja, mein Hund benimmt sich auch mal daneben. Ich versuche das mittlerweile etwas gelassener zu sehen, was mir ehrlich gestanden nicht immer gelingt, weil ich den Perfektions-Anspruch praktisch schon immer an sie hatte, was wirklich nicht fair ist.

Ich wollte immer einen Hund, der...
... überall ohne Leine laufen kann und auf den kleinsten Fingerzeig zu mir zurück kommt.
... zu allem und jedem nett und freundlich ist.
... der in allen Situationen gelassen reagiert.

Und ich habe einen Hund, der....

... naja ganz einfach einen Charakter hat und keinen Kadavergehorsam praktiziert.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Sonntag
Mona und das Charakter-Tier

Freitag, 30. Mai 2014

Nelly wurde angefallen

Guten Morgen ihr Lieben,

heute früh war ich einkaufen, da ich davor mit Nelly nur schnell über eine Rasenfläche zum Pieschen gelatscht bin, wollte ich noch ne Runde um die Häuser ziehen. Ich liess de Einkäufe im Auto, weil ich auf dem Rückweg da wieder vorbei komme.

Ich entschied mich dann spontan doch zu einem anderen Weg und so war es einfacher, mit ihr über die Rasenfläche vor dem Haus zum Auto zu gehen. Klingt ja soweit alles erstmal sehr unspektakulär.

Nelly hat seit einigen Monaten die Angewohnheit, ständig bei interessanten Grashalmen eine gefühlte Stunde stehen zu bleiben. Auf ein "Komm" reagiert sie nicht, ist in ihrer eigenen Welt versunken. Die einzige Möglichkeit wäre, sie mit Gewalt weiter zu ziehen, was ich nicht möchte. Manchmal stelle ich mich auch hinter sie und schiebe sie weiter. ;)
In solchen Momenten frage ich mich dann, ob sie mich veräppelt oder ob sie nach dem Hund einer Freundin kommt, die einfach tüdelig wird. Lucy ist schon 14 Jahre alt und grösser als Nelly, sie ist nicht mehr topfit, aber körperlich noch gut dabei. Seit etwa 2-3 Jahren baut sie aber geistig ab, also sie wird tüdelig, hat verwirrte Momente, in denen sie direkt vor meiner Freundin steht und sie dennoch sucht (nein, blind ist sie nicht).
So und Lucy macht das exakt so wie Nelly jetzt angefangen hat: Grashalm? Ohhhhhhhhhhhhhhh wie spannend, ich stehe mal hier und guck mir das an, um mich herum kann die Welt untergehen, Grashaaaaaaaaaaaalm."

Also war es nicht unüblich, dass sie das beim Gang über den Rasen auch machte.
Seit etwa 3 Wochen hat sie dann immer mal so Anwandlungen, als würde sie grade etwas anfallen und beissen, was nie der Fall ist, aber sie erschreckt sich und macht teilweise nen kleinen Satz nach hinten.
Auch nicht ungewöhnlich.

So stand sie ewig an diesem vermeindlichen Grashalm, sprang plötzlich mit nem riesen Satz nach hinten und quietschte. Okay, DAS war schon ungewöhnlich.

Ich guckte also was da los war, während sie zitternd neben mir stand.

Und siehe da.... da hockte ein Blaumeisen-Küken und hackte Richtung Nelly. Tapferes, kleines Ding! *Daumen hoch*

Also dieses Mal hat sie tatsächlich was angefallen. *grins*

Nun musste ich natürlich sehen, ob sie das Küken verletzt hatte und blieb noch stehen, um mir das anzugucken. Da drehte Nelly dann voll auf, jetzt mit Frauchen im Rücken wurde sie dann mutig.

Und plötzlich hüften da noch zwei weitere Küken aus dem Gras. Ahhh, die lütten lernen also grade fliegen.

Sie hatte das Küken nicht verletzt, also konnte ich theoretisch gehen. Aber... ja, wenn da nicht die Kinder der Nachbarn wären, die genau dort täglich mehrere Stunden spielen und Kreisch-Terror veranstalten würden.

Okay.... wer hier hat Kinder? Alles klar, am PC schnell ne Info gemacht mit der Bitte, dass auch die Kinder informiert werden und auf die Küken achten soll. Wenn die nämlich grade nicht rumspringen, um Flugversuche zu veranstalten, dann versinken die vollkommen im Gras.

Ich hoffe, dass die Eltern so verantwortungsbewusst sind und ihre Kinder von der Fläche fern halten, bis die Küken fliegen können.

Alles Liebe
Mona mit der Schreckschraube

Freitag, 23. Mai 2014

Handfütterung, Distanztraining, Eigenkreativität des Hundes

Huhu ihr Lieben,

sieht nach vielen Themen aus, ist aber tatsächlich nur ein einziges. ;)

Ich bin zur Handfütterung übergegangen jeden zweiten Tag. Nelly schlingt seit ein paar Wochen ihr Futter sehr und dem wollte ich einen Riegel vorschieben. Anti-Schling-Näpfe oder Stein in den Napf legen fand ich so doof. Ist natürlich von der Sache her nichts dabei, aber irgendwie... nee.

Also dachte ich mir, dass Handfütterung ganz nett ist.
Uhhhh war sie aufgeregt, das letzte Mal ist Jahre her. Und sie hat sich benommen wie ne Wildsau. ;)

Okay, also erstmal runter fahren, Ruhe rein bringen und dann kleine Übungen starten. Sie soll Abstand halten, wenn ich mit ihrem Futter hantiere. Sowohl in der Küche als auch überall sonst. Also fing ich damit an das ausserhalb der Küche zu üben. Beim zweiten Mal lief das wie geschmiert und dann kamen kleine Übungen dazu. Sachen, die sie schon kannte.

Heute kam etwas dazu, das sie perfekt beherrscht, aber nicht auf Distanz. Da ich demnächst wieder ein Shooting mit ihr machen will, wäre das ziemlich gut, wenn sie das auch könnte, wenn ich nicht direkt vor ihr stehe: Den Kopf auf den Boden legen.
Das beherrscht sie perfekt - wenn ihr langweilig ist, sie was will, gestreichelt werden will, glaubt, dass es Futterzeit ist und und und. Auch auf Kommando kein Thema.

Nun habe ich sie aus dem Raum geschickt, also die grösstmögliche Distanz geschaffen. Da hat sie die Türschwelle als Grenze, was es auch mir leichter macht. Und dann mal die Probe: "Kinn". Zack, Kopf auf dem Boden - ich war begeistert!
Klappte auf Anhieb und war auch kein Zufallstreffer, denn auch die Versuche danach funktionierten einwandfrei.
Doof war jetzt, dass Nelly meine Begeisterung merkte und als ich sagte "Komm" praktisch einen Durchstarter mit durchdrehenden Reifen gemacht hat. Also genau das, was ich bei der Fütterung verhindern wollte. ;)

Naja gut, ich lerne halt auch immer noch. *grins*

Dann fördere ich immer gerne Nelly´s eigene Kreativität. "Was kannst du?" ist praktisch die Aufforderung an sie, eine Übung zu zeigen, die SIE aussucht. Dabei reichen "Sitz" oder "Platz" natürlich nicht, da muss schon mehr kommen.

Hier und da fallen ihr wirklich lustige Sachen ein, aber manchmal muss ich sie auch etwas schmoren lassen, weil sie dann einfach nur guckt. Habe ich davor mehrere Übungen gemacht, spult sie die einfach nacheinander runter,d as reicht natürlich auch nicht aus. Man muss dem Hund aber klar die Möglichkeit geben, noch mehr zeigen zu können und nicht alle Tricks abrufen und dann erwarten, dass er was neues anbietet.

Heute abend wollte ich sie eigentlich per Kong füttern, aber irgendwie ist das Teil verschwunden. Doof jetzt. :(

Einen schönen Abend wünschen
Mona & die Kreativitätsbestie

Dienstag, 20. Mai 2014

Meine Suppe ess´ ich nicht

So oder so ähnlich hat Nelly wohl die letzten zwei Tage gedacht.

Hallöchen und guten Abend. ;)

Am Sonntag nahm ich eines der Pakete aus der Truhe, um Nelly abends damit zu füttern. Es handelte sich um Pferdelunge und da dachte ich noch so bei mir "Uh... das mag sie nicht so gerne. Und ich wusste auch gar nicht, dass ich sowas noch habe."
Aber gut, das muss ja nun auch irgendwann mal weg, also warum nicht heute?

Jaaaaaaaaaaa... angucken, anlecken, ankauen - ausspucken. Und dann dieser Blick "Alte... das ist nicht dein Ernst, oder???" "Doch, Nelly, das ist mein Ernst." Neuer Versuch, neuer fieser Blick "Du willst mich ja wohl vergiften?!"

Naja, ich habe sie dann mal sich mit ihrem Elend beschäftigen lassen, minuten lang lutschte sie immer mal wieder auf einem Stück herum, um es dann wieder auszuspucken. Und danach kam sie dann ganz vorwurfsvoll zu mir und strafte mich mit dem "DU lässt mich hier verhungern!"-Blick.

Na gut, den Rest habe ich weg geschmissen, nützte ja nichts, aaaaaaaaaber: Die Packung war ja noch nicht leer, denn die reichte für 2 Tage.

Also habe ich gestern das Zeug so gut es ging klein geschnitten. Habt ihr schonmal Lunge geschnitten? Das fühlt sich so an, als würde man einen glitschigen Luffa-Schwamm durchschneiden und dann dieses Geräuscht dazu "pfft" - gruuuuselig. Also ich verstehe ja schon, warum Nelly das nicht wirklich essen will. ;)

Na gut, also klein geschnitten und dann zur Handfütterung über gegangen. Denn am Sonntag hat sie das fröhlich um den Napf verteilt, was irgendwie nicht so schön aussah.
Ja, der Hunger trieb so ungefähr die Hälfte rein. Mit anderen Worten: In zwei Tagen hat sie insgesamt so um die 200 - 250 g nur gefressen, während 250 g für sie eine Mahlzeit darstellt.

Und genau SO war sie dann heute auch drauf: Unleidlich, aufdringlich, aufgewühlt.
Klar, die hatte richtig Kohldampf. Draussen hat sie dann Gras gefressen, wohl um überhaupt irgendwas im Bauch zu haben. Da tat mir das Tier dann ja auch schon wieder leid.

Ich habe mich heute mit einem Kollegen getroffen, während dessen war sie bei der Sitterin, die sich erbarmte und ihr eine Möhre zur Verfügung stellt. Die war praktisch im Stück geschluckt. ;)

Bevor ich sie wieder abholte, war ich dann noch im Zooladen und habe ihr ne Dose geholt, die sie dann zuhause bekam.
Da war sie dann müde und satt.

Und ganz nebenbei glaube ich, dass ich keine Lunge mehr in der Truhe habe. ;)

Schönen Abend noch
Mona & die Verhungernde

Dienstag, 13. Mai 2014

Sicherung des Hundes in der Brut- und Setz-Zeit

Hallöchen zusammen,

ich war heute mit Nelly auf einem abgeschiedenen Feldweg in dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin.
Sicherheit ist für mich natürlich immer ein Anliegen, deshalb habe ich mir schon oft viele Gedanken darüber gemacht.

Mir sit schonmal eine Leine bzw vielmehr der Karabiner gebrochen, was zu einer sehr unschönen Situation führte. Einer Freundin ist sowas vor kurzem ebenfalls passiert und wir haben ihren Hund stundenlang suchen müssen. Auch ein Trailer-Team kam zum Einsatz, um seine Spur zurück zu verfolgen.

Ich bin also jüngst dazu über gegangen von den normalen Klick-Halsbändern zu Zugstopp-Halsbändern zu wechseln. Da kann nichts brechen, zumindest bei meinen nicht, denn die Schieber sind aus Metall.

Das ist schonmal was, eine Lösung für den Leinenkarabiner habe ich aber bislang noch nicht gefunden. Aber Ideen sind vorhanden. ;)

Nun war ich also heute mit Nelly auf diesem Feldweg unterwegs und direkt beim Einbiegen scheuchten wir einen Fasan auf. Da war für Nelly natürlich Alarm. Ziehen an der Leine, aufgeregtes Schnüffeln, hinterher, hinterher!
Das ging ungefähr 5 Minuten, in denen sie auch kaum ansprechbar war. Und ich dachte noch "Holst du die zweite Leine noch aus dem Auto zur Doppelsicherung?"
Aber dann fiel mir ein, dass ich die vor kurzem aus dem Auto geräumt habe... blöd jetzt.

Naja, sie bekam sich wieder ein und dann hörten wir mehrere Schüsse. Weit genug weg, alles soweit okay.

Aber dann kam uns jemand entgegen, den ich aus meiner Kindheit kannte und weiss, dass er Jäger ist. Er sagte zu mir, dass ich Nelly ja nicht von der Leine machen soll in der Brut- und Setz-Zeit. Ich erklärte ihm, dass ich das auch ausserhalb gar nicht tun würde und dann war die Welt für ihn in Ordnung.
Er machte mich dann darauf aufmerksam, dass meine Leine doch sehr dünn sei und von weitem für einen Jäger evtl. nicht zu erkennen, ob ich Nelly da nicht etwas besser sichern möchte.

Jaaaaa, da fingen die grauen Zellen doch schon wieder an zu arbeiten. Denn eigentlich wäre ich mit der 5 m Schlepp unterwegs gewesen, wenn ich die nicht zuhause vergessen hätte. 5 m können für einen Jäger, der die Leine nicht sieht, schon viel sein, um ein tragisches Missverständnis hervor zu rufen. Die Schleppleine ist zwar dicker, aber in der Regel nicht gespannt, sodass sie auf dem Boden schleift und dann sicherlich nicht mehr sehbar ist.

Natürlich weiss ich, dass ein Jäger einen Hund nicht einfach so abknallen darf, aber doch ist es schon so oft passiert. Hinterher hiess es dann "Hab den für ein Wildschwein gehalten" - egal wie obstrus das war, denn auch kleine Hunde sind so schon zu Tode gekommen, die mit einem Wildschwein so viel gemein hatten wie mit einem Kaugummi.

Ich bin nun zu dem Schluss gekommen, dass ich in abgelegeneren Feldwegen, auf denen auch gejagt wird, Nelly mit einer Weste sichern werde. Evtl. bamsel ich an die Leine dann noch etwas Flatterband oder ähnliches, was dann die Chance der Sichtbarkeit erhöht.

Oder hat hier jemand tolle andere Methoden? Dann gerne in die Kommentare. :)

Alles Liebe
Mona und der Fasanen-Schreck